Glatze für Trinker/-innen vor MPU?

Zugegeben: Eine etwas reißerische Schlagzeile. Aber: Es ist kein Gerücht: Alkoholkonsum kann mittlerweile über mehrere Monate Enthaltsamkeit nachgewiesen werden. Wer also wegen des Alkohols am Steuer zur MPU muss, sollte nicht nur 2 Wochen enthaltsam leben, sondern ehrlichen Herzens nüchtern leben.

Es läßt sich sogar unterscheiden, ob jemand eher verhalten oder exzessiv Alkohol konsumierte.

Zitat von afmw.org:

Das Zeitfenster für Aussagen über einen zurückliegenden Alkoholkonsum ist bei der Bestimmung in Haaren größer als bei Blut oder Urin. Aufgrund des Kopfhaar-Längenwachstums von ca. 1 cm pro Monat lassen sich je nach Länge Aussagen über den Alkoholkonsum während der entsprechenden Zeit vor der Haarentnahme machen. Die Bestimmung EtG in Haaren erlaubt es, zwischen chronischexzessivem und moderatem Alkoholkonsum sowie Abstinenz bzw. sehr geringem Alkoholkonsum zu unterscheiden. In einem Konsensus der Society of Hair Testing (SOHT, 2009) wird eine EtG Konzentration über 30 pg/mg Haare als ein eindeutiger Beweis für exzessiven und regelmäßigen Alkoholkonsum (> 60 g Alkohol pro Tag) interpretiert. Eine Konzentration von mehr als sieben pg/mg wird als starker Hinweis auf einen regelmäßigen Alkoholkonsum angesehen (SOHT 2009).

Also aufpassen: Zum einen lohnt der Schummelversuch sowieso nicht, denn früher oder später passiert ein neues Unglück und zum anderen sollte man sich gut überlegen, ob man lieber trinken als fahren will – das eine kann man ja tun, wenn man das andere lässt. Im Grunde.

Die meisten sitzen in der Suchtfalle, aus der wir möglicherweise heraushelfen können. Oder wenigstens Ihnen helfen können, die nicht wissen, wie sie mit der Suchtfalle umzugehen haben, in der andere sitzen.